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Skitour-Wildspitze-Abfahrt-Adventure-Moments

Die Skitour Wildspitze ist ein wohl bekannter Klassiker. Für die Besteigung der Wildspitze gibt es mehrere Varianten, wovon eine vergleichsweise richtig kurz ist. In unserem Fall fuhr der Pitztal Express nicht und wir entschieden uns für den Anstieg aus dem Ötztal, genauer gesagt von Vent, wodurch es insgesamt fast 2000 Höhenmeter sind. Wir haben dafür 5.15 Stunden benötigt. Dieser Anstieg ist einfach sonniger und der Gletscher weit harmloser als über das Pitztal und das Taschachtal. Wären die Zeiten nicht Corona-geprägt könnte auch der Lift in Vent zur Hilfe beitragen… Wie die Tour im Sommer ausschaut kann man hier nachlesen 🙂 

BUCHEMPFEHLUNGEN

für Skitouren in Tirol

Ein kalter Morgen – Skitour WILDSPITZE

Wir haben uns eigentlich nicht die Frage gestellt, ob wir eine Nacht im Winterraum der Breslauer Hütte verbringen wollen und wollten die Skitour auf die Wildspitze als Tagesausflug machen. Dazu fuhren wir an einem Jännermorgen um 5.15 in Innsbruck los und verfolgten nervös wie das Thermometer im Auto zu fallen begann. In Vent angekommen, trauten wir unseren Augen kaum: -16,5°C, holy moly. Für gewöhnlich wird diese Tour im Hochwinter nicht allzu oft in dieser Form gemacht. Aber die letzten Schneefälle lagen schon über 2 Wochen zurück und es war so kalt geblieben, dass auch auf den Südhängen Pulverschnee zu finden war.

Glücklicherweise waren schon alle Felle auf den Ski aufgezogen und so konnte die Skitour mit nur ein bisschen jammern gestartet werden. Wir kamen so auch nicht in die Situation testen zu müssen, ob der Fellkleber bei diesen Temperaturen überhaupt funktioniert. Das erste Ziel bei der Skitour Wildspitze: Sonne erreichen und zu leben beginnen. Der Aufstieg führte zuerst über die Skipiste, vorbei an der Mittelstation des Lifts aus Vent und weiter in Richtung Bergstation. Ab diesem Zeitpunkt trafen wir auf die Sonne und eine neue Zeitrechnung konnte starten. Völlig überraschend stelle sich jedoch heraus, dass an diesem Morgen auch die Sonne eher kühl lächelte und die dicken Handschuhe blieben angezogen. Alle, die an kalten Fingern leiden, wissen den Komfort eines dicken Fäustlings zu schätzen. Auch wenn man manchmal beim Bedienen eines Zips versagt oder Hilfe mit dem Druckknopf der Thermoskanne braucht.

Der Start am Morgen zur Wildspitze mit den Tourenski - Adventure Moments Skitour auf die Wildspitze in Tirol - Adventure Moments Skitour-Wildspitze-Morgen-Adventure-Moments Skitour-Wildspitze-Morgen-Adventure-Moments  

Die zweite Etappe – Skitour WILDSPITZE

Man verlässt die Skipiste unterhalb der Bergstation des Lifts und quert nach Westen in Richtung Breslauer Hütte. Die Hütte sieht man schon von Weitem und das Ziel wehrt sich etwas erreicht zu werden. Die Hütte eignet sich super als erste wirkliche Pause bei der Skitour Wildspitze. Auch im Winter ist die Terrasse sonnig und in unserem Fall auch völlig verlassen. Eigentlich sollte man diese Pause gleich nutzen, um sich mental auf das Folgende einzustellen: Man wandert ohne Steighilfe, gefühlt mindestens 2h lang, schön flach ein Hochtal in Richtung Süden entlang. Zermürbend hinzu kam, dass die Hände im Schatten des Körpers waren und die Finger noch immer kalt waren. Wir schlossen darauf, dass es ein kalter Tag bleiben würde. Die Höhe von 3000 Metern lässt man recht bald nach der Hütte hinter sich und es warten dann noch rund 750 Höhenmeter auf einen.

Die Tour war schon vom Sommer bekannt und die Spannung wuchs langsam, wie denn der kurze Klettersteig aussehen würde. Der Zustieg zu diesem ist im Winter ein echtes Highlight im Vergleich zum Sommer. Man spart sich das hässliche Geröll auf kaum vorhandenen Gletscherresten und spaziert einen sanft ansteigenden Hang empor. Offenbar gibt es im Winter mehrere Optionen die Schulter zum Gletscher zu überwinden. Für uns war der Klettersteig noch immer die einfachste. Also, das erste Mal Steigeisen anziehen. Klassischer Zeitpunkt um zu merken, dass sie noch auf die Bergschuhe eingestellt sind. Schon mit dem Wissen, wie kalt die Finger werden würden, begann das Umstellen auf die Skischuhe. Das Fixseil des Klettersteigs war zu 90% sichtbar und eine nur wirkliche kurze Etappe musste „frei“ begangen werden. 

Die Breslauer Hütte als Zwischenstopp bei der Skitour - Adventure Moments Skitour-Wildspitze-Breslauer-Hütte-Adventure-Moments Skitour-Wildspitze-Hochtal-Adventure-Moments Das Hochtal bei der Skitour auf die Wildspitze - Adventure Moments Skitour-Wildspitze-Hochtal-Adventure-Moments Skitour-Wildspitze-Zustieg-Klettersteig-Adventure-Moments Der Klettersteig bei der Skitour auf die Wildspitze in Tirol - Adventure Moments

Das Gletscherplateau – Atme wer noch kann-Skitour Wildspitze

Nachdem man den Klettersteig überwunden hat, steht man recht eben am Gletscher. Die Höhe wird dabei spürbar und selbst das Ausziehen der Steigeisen wird zu einem Akt der einen nach Luft schnappen lässt. Der Zustieg zur Wildspitze geht ziemlich klar in eine Richtung. Pseudo meditativ beginnt das Selbstgespräch: Geh nicht zu schnell, schön gemütlich. Nach kurzer Zeit fand ich mich allerdings auf den Stöcken hängend und keuchend wieder. Neustart: Schön gemütlich… 

Dieses Spielchen ging noch ein paar Mal so und irgendwie wurde der letzte Anstieg der Skitour Wildspitze erreicht. Zum ersten Mal am Tag trafen wir andere Menschen und wir erkundigten uns nach den Bedingungen für die letzten 50 Meter. Aus Erfahrung konnte ich für mich klar entscheiden: Steigeisen lieber sofort anziehen als später herumzueiern. Bis auf 2-3 Schritte war alles super zum Stapfen. Angsteinflößend war eher wie weit auf der Wechte unsere Vorgänger die Spur anlegten. 

Am Gletscher angekommen bei der Skitour auf die Wildspitze - Adventure-Moments

Endlich am Gipfel – Skitour Wildspitze

Nach 5:15 kamen wir endlich am Gipfel der Wildspitze an. Erwartungsgemäß war der Gipfel nur für uns da. Keine andere Menschenseele in direkter Sichtweite. Das erlebt man heutzutage höchst selten auf so bekannten Bergen. Der Hinweis von -25° auf 3500 Meter hat vielleicht noch zusätzlich abgeschreckt. Es wurde also Pause gemacht, so lange es ging. Aber nach 30 Minuten waren wir alle durchgefroren. Da half kein Schnaps mehr.

Panorama Wildspitze Tirol - Adventure Moments Gipfelfoto Skitour Wildspitze Tirol - Adventure Moments

Wildspitze – Sommer vs. Winter

Für den Vergleich, wie es im Sommer aussieht: Was gefällt euch besser? Über einen Kommentar freuen wir uns!

Winterpanorama von der Wildspitze aus - Adventure Moments

Sommerpanorama von der Wildspitze aus - Adventure Moments

Abfahrt von der Wildspitze

Wir wählten die Abfahrt entlang des Aufstiegs. Es gibt noch zwei weitere Varianten nach Süden, aber die waren uns beide zu steil, speziell dafür, so etwas im Jänner zu machen.Wer sich diese ansehen möchte, kann hier nachlesen. Mit Ski hatten wir auf diesem Gletscher  sowieso keine Angst vor den Spalten. So konnte gemütlich wieder bis zum Einstieg des Klettersteigs geschwungen werden. 

Dort gab es wieder den Akt des Steigeisen An- und Ausziehens. Auf den letzten 900 Höhenmeter wählten wir eine vom Aufstieg abweichende Route und fuhren noch ein bisschen Pulver. Leider kamen wir aber auch zu weit westlich an. Glück hatten wir, dass wir parallel zu Straße bis zum Parkplatz gleiten konnten. Unten angekommen stellten wir fest, dass Bier auch im Auto frieren kann. Das Thermometer zeigte -11°C

Skitour-Wildspitze-Abfahrt-Adventure-Moments Abfahrt von der Wildspitze - Adventure Moments

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