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Sardinien – ein Traum von einer Insel! Die Mittelmeerinsel hat so einiges zu bieten: Felsküsten, Berge, Hochebenen, Tropfsteinhöhlen, tolle Strände und einsamen Buchten mit türkisblauem Wasser. In diesem Sardinien Reisebericht findest du viele Tipps und schöne Eindrücke für die Planung deiner eigenen Reise.

BUCHEMPFEHLUNGEN

für deine Reise nach Sardinien

Reiseroute

Wir waren 10 Tage im Norden von Sardinien mit dem eigenen Auto unterwegs. Unsere Reise startete in Olbia und verlief gegen den Uhrzeigersinn:

Sardinien Reisebericht - Der Norden der Insel

Sardinien Reisebericht – Tag 1: Entlang der Costa Smeralda

Zuhause hatten wir bereits online über Moby Lines das Ticket ganz unkompliziert gebucht. Der Preis ist natürlich je nach Saison unterschiedlich, aber wir haben in der Hochsaison für eine einfache Fahrt für zwei Erwachsene und ein Auto € 130,- bezahlt. Die Überfahrt vom Fährehafen Civitavecchia nach Olbia dauerte 5:45 Stunden.

In Olbia angekommen, wollten wir uns gleich einmal abkühlen. Denn das Schöne an Sardinien ist, dass es zahlreiche Badegelegenheiten gibt. Wir fuhren entlang der Costa Smeralda und machten einen Abstecher nach Porto Cervo – das Zentrum des Jet-Sets und der Superreichen. Im Hafen staunten wir nicht schlecht über die gewaltigen Yachten.

Sardinien Reisebericht - Ortsschild Costa Smeralda

Camping auf Sardinien

Doch wir wollen bodenständig bleiben – weiter ging’s nach Palau zu unserem sehr empfehlenswerten Campingplatz Baia Saraceno. Auf Sardinien gibt es zahlreiche Campingplätze und für eine Übernachtung im Zelt für zwei Erwachsene muss man mit ca. € 30,- rechnen. Wir fanden im Pinienwald einen schönen schattigen und ruhigen Platz und in nur zwei Minuten waren wir auch schon am Strand.

Felsige Küste - Sardinien Reisebericht

Sardinien Reisebericht – Tag 2: Mit den Mountainbikes auf die Isola Maddalena

Wir hatten unsere Mountainbikes dabei und wollen heute die Isola Maddalena erkunden. Die Insel ist mit der Fähre von Palau aus erreichbar und die Fähren verkehren hier im Einstundentakt. Auf der Insel gibt es eine herrliche Panoramastraße und viele traumhafte Strände laden hier zum Verweilen ein. Auch wenn in den Reiseführern betont wird, dass Sarden keine Italiener sind, so haben sie so ziemlich den gleichen Fahrstil. Als Radfahrer muss man da schon aufpassen, dass man nicht angefahren wird. Der Tagesauflug war aber auf jeden Fall lohneswert!

Sonnenuntergang am Bärenkap

In Palau wieder angekommen, radelten wir noch zum Capo d’Orso (Bärenkap). Dabei handelt es sich um eine gewaltige Granitformation, die durch Wind und Wetter stark verwittert ist und mit viel Fantasie an einen Bären erinnert. Ein gepflasterter Pfad führt zum Felsen hoch und man hat eine schöne Aussicht auf Palau und die Isola Maddalena. Der Ort ist auf jeden Fall perfekt, um einen schönen Sonnenuntergang zu genießen.

Sardinien Reisebericht – Tag 3: Wandern im Hippietal Valle de la Luna

Heute starteten wir in Richtung Santa Teresa di Gallura. Von hier aus könnte man mit einer Fähre nach Korsika fahren. Einen kurzen Stop legten wir in der Bucht Porto Liscia ein, die ideal zum Wind- und Kitesurfen ist.

Wanderung im Mondtal

Doch für heute haben wir eine Wanderung geplant und zwar durch das Valle della Luna (Mondtal) zu den Buchten von Capo Testa. Die Halbinsel Capo Testa gehört zu den landschaftlichen Highlights der Insel. Denn die von Wind, Wetter und Meerluft geformten Granitfelsen begeistern mit fantasievoll geformten Figuren, Felstürmen und Höhlen. Das Mondtal ist ein beliebter Hippie-Treffpunkt und in einigen dieser Höhlen bzw. selbstgebauten Unterkünften wohnen über den Sommer auch ein paar Leute.

Übernachtung am Strand

Für die heutige Nacht hatten wir noch keinen Stellplatz und so folgten wir unseren Wohnmobilführer in einen Pinienwald zu einer Kirche „Chiesa del Buoncammino“. Wir erkundeten die Umgebung und hinter der Kirche war auch ein kleines Waldstück. Dort war es aber doch etwas unheimlich. Katzen streunten herum, von überall hörte man Hunde bellen und auf dem Waldboden lagen mit Wasser gefüllte Pfannen herum.  Später fand ich heraus, dass es sich dabei um eine Art „Katzen-Arche-Noah“ handelte, wo ausgesetzte Katzen leben. Da mir das tagsüber schon eher gruselig vorkam, beschlossen wir weiter zu fahren. Eine gute Entscheidung, denn wir fanden einen schönen Platz am Strand „Rena Majore“.

Sardinien Reisebericht – Tag 4: Wunderschöne Küstenwanderung entlang der Costa Paradiso

Auch für heute war eine Küstenwanderung geplant. Wir starteten in der Nähe von der Isola Rossa und wanderten durch Macchia und Klippenlandschaften über Sand- und Kiesstrände Richtung Tinnari. Dieser Küstenabschnitt wird auch Costa Paradiso genannt und treffender könnte der Name auch nicht sein.

Capo Mannu

Am Abend fuhren wir weiter Richtung Argentiera zum Capo Mannu, wo wir einen tollen Stellplatz an einer Felsenklippe gefunden haben. Das war mein absoluter Lieblingsplatz unserer Reise. Denn wir hatten viel Platz, eine tolle Aussicht und man hörte nur das Meeresrauschen. Ein schöner Sonnenuntergang und danach ein sternenklarer Himmel waren inkludiert – so soll Urlaub sein!

Sardinien Reisebericht – Tag 5: Von Argentiera zum Capo Caccia

Am Vormittag schlenderten wir durch das verschlafene Argentiera. Bis 1963 wurden hier Blei, Silber und Zink abgebaut. Heute vermitteln die alten Stollen und ehemalige Bergwerksgebäude eher den Eindruck einer Geisterstadt.

Chillen am Lago Baratz

Eigentlich wollten wir in Argentiera eine Wanderung machen, doch wir hatten fast kein Trinkwasser mehr. Und in der Geisterstadt gab’s auch keinen Supermarkt. So fuhren wir in den nächsten und übernächsten Ort, um dort einzukaufen. Doch es war bereits Mittags und die Sarden machen Siesta. Siesta wird bei den Sarden streng eingehalten und zwischen 13:00 – 16:00 Uhr läuft hier gar nichts. Wir fuhren weiter zum Lago Baratz, der einzige natürliche Süßwassersee Sardiniens, suchten uns ein schattiges Plätzchen im Pinienwald und machten auch einfach Siesta.

Auf zur Höllenbucht

Am späten Nachmittag fuhren wir weiter Richtung Capo Caccia. Unser nächster Stop war die Cala d’Inferno – die Höllenbucht. Hier standen wir am Rand von senkrecht abfallenden Felswänden und genossen die schöne Aussicht.

Tropfsteinhöhle Grotta di Nettuno

Unser nächsten Ziel war die Tropfsteinhöhle Grotta di Nettuno, die anscheinend zu den schönsten des Mittelmeeres gehört. Den Eingang zur Höhle erreicht man entweder am Ende des Capo Caccia über 656 Treppenstufen oder mit einem Ausflugsboot von Alghero vom Meer aus. In der Hochsaison findet von 09:00 – 19:00 zu jeder vollen Stunde eine Führung statt. Der Eintritt der Grotte kostet € 12,- und kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Zu sehen bekommt man faszinierende Tropfsteingebilde, Stalagmiten und Stalgtiten, die immer noch wachsen und eine kleine Lagune im Inneren der Grotte. Nach dem Besuch der Tropfsteinhöhle ließen wir den Tag in der netten Stadt Alghero ausklingen.

Sardinien Reisebericht – Tag 6: Chillen auf dem Monte Ortobene

Wir fuhren weiter nach Nuoro auf den Monte Ortobene. Der Berg (895m) ist ein nettes Ausflugsziel sowohl für Einheimische als auch Touristen. Hier gibt es eine Pizzeria, ein Restaurant, ein großen Spielplatz und viele schöne Picknickplätze. Am Aussichtspunkt befindet sich eine riesige Bronzestatue des Redentore (des Erlösers) und man hat eine schönes Panorama auf die Granit- und Tafonilandschaft, die Stadt Nuoro und die umliegenden Gebirge. Wir spannten uns die Hängematten auf und los ging’s mit chillen. Am Abend fuhren wir weiter nach Orosei und schliefen im Naturpark „Pineta Su Barone“.

Sardinien Reisebericht – Tag 7: Mountainbike Tour auf den Monte Tuttavista in Orosei

Mit der Sonne wachten wir auf und bereiteten uns für die Radltour vor. Die Tour startete im Zentrum von Orosei und das Ziel war der Monte Tuttavista. Nach über 850 Höhenmetern, etlichen Pausen und einem „kurzen“ Motivationstief haben wir es aber dann doch geschafft und den Gipfel erreicht. Danach fuhren wir weiter und machten es uns auf dem Campingplatz Cala Gonone gemütlich. Der gleichnamige Ort Cala Gonone ist ein Mekka für Outdoor- Enthusiasten: Kletterer, Kajakfahrer, Wanderer und Taucher.

Sardinien Reisebericht – Tag 8: Bootstour in Cala Gonone

Nach dem gestrigen Sporttag entschieden wir uns heute für eine gemütliche Bootstour – einfach reinsitzen ins Boot, sich zu den schönsten Buchten fahren lassen, die Landschaft genießen und entspannen. Im Hafen von Cala Gonone gibt es für die organisierten Bootsfahrten genügend Anbieter. Wir haben über Azzurra gebucht und € 35,- pro Person bezahlt. Im Preis war auch eine Kühlbox und ein Sonnenschirm inkludiert. Alternativ könnte man sich auch für € 110,- + € 30,- Benzin ein Zodiac Schlauchboot ausleihen und selbst im Golf von Orosei herumcruisen. Die Tour startete im Hafen von Cala Gonone und wir fuhren zu verschiedenen Höhlen und Buchten: Cala Fuili, Cala Luna, Cala Sisine, Cala Biriola, Cala Mariolu und Cala Goloitzè. Fazit: wunderschöne Strände mit Karibikflair.

Sardinien Reisebericht – Tag 9: Wanderung in die tiefste Schlucht Europas Gola su Gorroppu

Nach dem gemütlichen Tag von gestern sind wir wieder etwas gestärkt und wanderten heute in die Gola su Gorroppu. Die Gola su Gorroppu zählt mit ihren bis zu 500 Meter hohen Wänden zu den tiefsten Schluchten Europas. Schon die Anfahrt war ein Abenteuer, da unser Navi uns nicht die Aspahltstraße hinunterschickte, sondern eine schon recht ausgewaschene Sandpiste. Doch wir nahmen die Herausforderung an und ja, der alte Opel hat’s mit Ach und Krach überlebt. Die Tour startete bei der Brücke „Ponte Sa Barva“und folgte dem Flusslauf des Riu Flumineddu. Gleich zu Beginn der Tour gibt es schöne Badegumpen zum Abkühlen. Man wandert ca. 1,5 – 2 Stunden bis zum Eingang der Schlucht. Dort ist ein Eintritt von € 5,- zu bezahlen. Der erste Teil der Gorroppu-Schlucht kann noch recht einfach erwandert werden. Manchmal ist allerdings etwas Fantasie gefragt, um in dem Labyrinth von hausgroßen Felsbrocken voranzukommen. Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich, je weiter man in der Schlucht vordringt. Der letzte Abschnitt erfordert Klettererfahrung und viel Kondition. Vorgesehen ist dieser Teil der Schlucht nur für erfahrene Canyonkletterer.

Sardinien Reisebericht – Tag 10: Rückreise nach Olbia

So schnell ist der Urlaub vorbei und es geht zurück nach Olbia, wo wir uns am Fährehafen die Rückfahrttickets kauften. Die Insel hat wirklich viele Naturschätze und Abenteuer zu bieten. Besonders die Küstenwanderungen haben mir gut gefallen. Ich bin mir sicher, dass uns Sardinien eines Tages wiedersehen wird! Ich hoffe, dass auch dir diese Eindrücke gefallen haben und ich dich mit meinen Sardinien Reisebericht inspirieren konnte.

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